Digitale Marketer leiten Traffic oft über einen Funnel auf dedizierte Seiten, um Besucher in Leads oder Kunden zu verwandeln. Zwei gängige Werkzeuge dafür sind Landingpages und Squeeze-Pages, die sich ähneln, aber nicht identisch sind.
Dieser Überblick liefert einen lehrreichen, datengestützten Vergleich von Landingpages und Squeeze-Pages: Er definiert beide, beleuchtet ihre Unterschiede bei Zweck, Aufbau, Conversion-Zielen, SEO-Wirkung, Designelementen und mehr. Außerdem findest du echte Beispiele und Hinweise, wann du welchen Seitentyp einsetzt.
Was Ist Eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine eigenständige Webseite für eine Marketingkampagne, die mit einem einzigen konkreten Conversion-Ziel gestaltet wurde. Hier „landet“ ein Besucher, nachdem er auf einen Werbelink geklickt hat (zum Beispiel in einer Anzeige, einer E-Mail oder einem Social-Post). Anders als eine normale Website-Seite ist eine Landingpage voll auf ein einzelnes Angebot oder einen nächsten Schritt ausgerichtet:
Ein einziger Zweck: Alles auf der Seite zielt auf einen primären Call-to-Action (CTA) ab, etwa einen Kauf, die Anmeldung zu einer Testphase, den Download einer App und so weiter.
Keine externen Ablenkungen: Wirkungsvolle Landingpages verzichten in der Regel auf die Website-Navigation und überflüssige Links. (In einer Fallstudie hat das Entfernen des Navigationsmenüs die Conversions von 3% auf 6% verdoppelt, weil die Besucher auf den CTA fokussiert blieben.)
Ausführliche Inhalte & Überzeugungsarbeit: Landingpages liefern oft mehr Informationen als eine Squeeze-Page: Sie können mehrere Abschnitte mit überzeugenden Texten, Bildern oder Videos, Vorteilslisten, Testimonials oder FAQs enthalten, um Besucher zu informieren und vor der Handlungsaufforderung Vertrauen aufzubauen.
Beispiele: Eine Produkt-Launch-Seite mit Feature-Details und einem „Jetzt kaufen“-Button, eine Webinar-Anmeldeseite mit Agenda, Infos zu den Sprechern und einem Anmeldeformular oder eine Kampagnenseite mit einer kostenlosen Testphase für einen Service. Landingpages können sogar als Click-Through-Seiten dienen, die zu einem weiteren Schritt führen (z. B. zum Checkout im E-Commerce).
Was Ist Eine Squeeze-Page?
Eine Squeeze-Page ist eine spezielle Art von Landingpage mit einem einzigen, eng gefassten Ziel: die E-Mail-Adresse des Besuchers (und manchmal den Namen) für den Listenaufbau zu erfassen. Sie „quetscht“ Informationen aus dem Besucher heraus, indem sie im Gegenzug etwas Wertvolles anbietet. Typische Merkmale sind:
Ein Ziel, E-Mail-Opt-in: Die einzige Aktion, die ein Besucher ausführen kann, ist die Eingabe seiner Kontaktdaten, um das Angebot zu erhalten. Squeeze-Pages versuchen nicht, ein Produkt zu verkaufen oder zu anderen Inhalten weiterzuleiten, sie konzentrieren sich zu 100% darauf, deine E-Mail-Liste zu vergrößern.
Minimale Inhalte: Squeeze-Pages sind in der Regel sehr kurz und prägnant. Die meisten haben sogar nur vier wesentliche Elemente: 1) eine überzeugende Headline, 2) eine kurze Beschreibung des Angebots oder Lead-Magneten, 3) ein einfaches Opt-in-Formular und 4) einen klaren CTA-Button zum Absenden des Formulars. Lange Texte gibt es normalerweise nicht, oft ist nur ein einziger Abschnitt above the fold sichtbar.
Wenige oder gar keine Links: Um Ablenkungen zu vermeiden, enthalten Squeeze-Pages so wenige Links wie möglich (oft gar keine außer Formular und CTA). Der Nutzer soll nicht woanders hin navigieren können; seine Wahl ist entweder anmelden oder gehen.
Lead-Magnet-Angebot: Um Anmeldungen attraktiv zu machen, bieten Marketer einen kostenlosen Anreiz. Gängige Beispiele sind ein E-Book oder ein PDF-Guide zum Download, ein kostenloser E-Mail-Kurs, ein Gutscheincode, der Zugang zu einem Webinar oder Tool und so weiter. Das Angebot steht prominent im Vordergrund und ist der Grund, die E-Mail-Adresse herauszugeben.
Beispiel: Eine schlichte Seite mit dem Text „Lade dir unsere kostenlose Marketing-Plan-Vorlage mit 10 Seiten herunter“, ein paar Stichpunkten zum Inhalt, einem Bild des PDFs und einem Formular mit dem Hinweis „Trage Name und E-Mail ein, um die kostenlose Vorlage zu erhalten.“ Der Besucher bekommt die versprochene Ressource per E-Mail, und das Unternehmen gewinnt einen neuen Lead. (Viele Newsletter-Anmeldeseiten und Pop-up-E-Mail-Abfragen sind vom Prinzip her Squeeze-Pages.)
Landingpage Vs. Squeeze-Page: Die Wichtigsten Unterschiede
Technisch gesehen ist eine Squeeze-Page eine Unterform der Landingpage, doch es gibt wichtige Unterschiede in der Nutzung. Hier sind die wesentlichen Dimensionen, in denen sich Landingpages und Squeeze-Pages unterscheiden:
Zweck & Hauptziel
Landingpages:
Unterstützen mehrere Conversion-Ziele über verschiedene Funnel-Phasen hinweg, von der Lead-Generierung bis zum direkten Verkauf. Laut HubSpot nutzen 43.6% der Marketer Landingpages für die Lead-Generierung, 33.7% für die Kundengewinnung und 9.9% für E-Mail-Anmeldungen. Sie sind vielseitige Werkzeuge für Käufe, Event-Anmeldungen oder App-Installationen.Squeeze-Pages:
Haben einen einzigen Zweck: Kontaktdaten (meist E-Mail-Adressen) zu erfassen. Ideal für Newsletter-Anmeldungen oder Lead-Magneten, bei denen der Erfolg an der Opt-in-Rate gemessen wird. Da E-Mail-Marketing im Schnitt einen $36–$42 ROI pro ausgegebenem $1 bringt, sind Squeeze-Pages perfekt, um E-Mail-Listen aufzubauen.
Seitenlänge & Inhalt
Landingpages:
Meist länger, mit Nutzenversprechen, Features, Testimonials, Videos und FAQs, die Nutzern eine fundierte Entscheidung ermöglichen. Sie informieren Besucher über ein Produkt oder eine Dienstleistung, bevor der CTA kommt.Squeeze-Pages:
Extrem kurz, oft nur eine Headline, ein kurzer Text und ein Formular above the fold. Kein Scrollen nötig. Wenn Besucher deine Marke bereits kennen, „muss auf der Seite selbst kein Vertrauen mehr aufgebaut werden“.
Design & Aufbau
Landingpages:
Funktionsreiche, in Abschnitte gegliederte Layouts mit Medien, Testimonials, Trust-Badges und so weiter. Rund 38.6% der Marketer sagen, dass Videos die Conversions auf Landingpages steigern.Squeeze-Pages:
Bewusst minimalistisch: ein Bild, kurzer Text und ein einziges Opt-in-Formular. Keine Navigation, keine Ablenkungen. Das Entfernen der Navigation kann die Anmeldungen verdoppeln (von 3% auf 6%).
Formulare & CTA
Landingpages:
Die Formulare richten sich nach dem Ziel, von kurzen Lead-Formularen (Name, E-Mail) bis zu mehrstufigen Checkout-Flows. 50% der Marketer setzen Lead-Magneten auf Landingpages ein. Seiten mit einem klaren CTA konvertieren bei 13.5% im Schnitt.Squeeze-Pages:
Fragen nur nach einer E-Mail-Adresse (manchmal nach dem Namen). Einfachheit steigert die Conversions, gute Seiten erreichen 20–30%, bei warmen Zielgruppen oft mehr.
Traffic-Quellen & SEO
Landingpages:
Bekommen Traffic aus SEO, PPC und Social Media. 35.6% der Marketer nutzen SEO, um Traffic zu erzeugen. Optimierte Landingpages können gut ranken, konzentrieren sich aber stärker auf Conversions als auf lange Inhalte.Squeeze-Pages:
Setzen auf Traffic aus Anzeigen, E-Mails oder Social Media, nicht auf SEO. Die minimalen Inhalte machen gute Rankings schwierig. Sie sind oft Pop-ups oder versteckte Kampagnenseiten, die auf Conversions ausgelegt sind, nicht auf Auffindbarkeit.
Seitenformat
Landingpages:
Eigenständige Kampagnenseiten. Unternehmen, die ihre Zahl an Landingpages von 5 auf 40 erhöhen, verzeichnen 12x mehr Leads.Squeeze-Pages:
Können eigenständig sein oder als Pop-up beziehungsweise Splash-Page erscheinen. Allerdings 95% der Nutzer mögen keine Pop-ups und über die Hälfte bewertet Marken, die sie einsetzen, negativ.
Conversion-Performance
Landingpages:
Durchschnittliche Conversion: ~2.35%, bei den besten Seiten sind es 10–20%+. Fokussierte Seiten mit nur einem CTA erreichen 13.5%.Squeeze-Pages:
Höhere Conversions, 20–30% sind typisch, manchmal auch 50%+ bei gut zielgerichtetem Traffic. Der Kompromiss: ein einfacheres Ziel (nur E-Mail), dafür schnellere Lead-Erfassung.
Landingpage Vs. Squeeze-Page: Vergleichstabelle
Merkmal | Landingpage | Squeeze-Page |
Hauptziel | Mehrere (Verkäufe, Anmeldungen, Downloads) | Eines (E-Mail-Erfassung) |
Durchschnittliche Conversion-Rate | 2.35% – 13.5% (Spitzenwert: 20%) | 20% – 30% (kann 50% übersteigen) |
Inhaltslänge | Lang, ausführlich, mehrere Abschnitte | Kurz, minimal, eine Bildschirmseite |
Design | Viele visuelle Elemente, mehrere CTAs | Schlicht, ein CTA, keine Ablenkungen |
Formularfelder | 2–5+ Felder (auch mehrstufig möglich) | 1–2 Felder (meist nur E-Mail) |
Navigation | Manchmal vorhanden | Keine |
Traffic-Quelle | SEO, PPC, E-Mail, Social | Anzeigen, Pop-ups oder E-Mail |
SEO-Fokus | Oft für Keywords optimiert | Nicht auf SEO ausgerichtet |
Conversion-Kennzahl | Kauf, Anmeldung, Lead | Opt-in-Rate |
Typischer Einsatz | Mitte bis unteres Funnel-Ende | Lead-Erfassung am oberen Funnel-Ende |
Wann Du Eine Landingpage Und Wann Eine Squeeze-Page Nutzt
Die Wahl zwischen Landingpage und Squeeze-Page hängt von deinem Marketingziel und dem Kontext ab. Beide haben ideale Einsatzfälle. Im Folgenden zeigen wir Szenarien, in denen der jeweilige Seitentyp am meisten Sinn ergibt:
Wann Du Eine Landingpage Nutzt
Nutze eine Landingpage, wenn dein Ziel über das reine Sammeln einer E-Mail-Adresse hinausgeht, zum Beispiel, wenn du Besucher informieren und zu einer bestimmten Handlung überzeugen willst. Typische Einsatzfälle:
Ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben: Wenn du willst, dass Besucher einen Kauf oder den Start einer kostenlosen Testphase in Erwägung ziehen, ist eine Landingpage die richtige Wahl. Du brauchst Platz, um das Angebot zu beschreiben. Beispiel: Eine Landingpage für ein Software-Tool kann Features, Screenshots, Preispläne und einen „Kostenlos testen“-Button enthalten. Besucher können sich vor der Conversion informieren, was für verkaufsorientierte Kampagnen entscheidend ist.
Komplexe Angebote mit hoher Verbindlichkeit: Wenn die gewünschte Conversion viel verlangt (etwa einen Demo-Termin vereinbaren, ein Formular mit vielen Feldern für ein Angebot ausfüllen oder einen Kauf abschließen), gibt dir eine Landingpage Raum, Vertrauen aufzubauen. Du kannst Testimonials, Case Studies oder ein Erklärvideo einbauen, um Einwände zu entkräften. Squeeze-Pages bieten diese Tiefe nicht. Kurz gesagt: Wenn Nutzer Aufklärung oder Überzeugung brauchen, wähle eine Landingpage.
Mehrstufige Funnel: Landingpages funktionieren gut als Teil eines Funnels. Du kannst zum Beispiel Anzeigen auf eine Landingpage schalten, die einen Lead erfasst (etwa über ein Mini-Formular für „Vertrieb kontaktieren“), und auf der Danke-Seite ein kleines Produkt als Upsell anbieten. Oder umgekehrt: erst eine Squeeze-Page, dann leitest du die Leads auf eine ausführlichere Landingpage (ein hybrider Ansatz, den manche Marketer nutzen). Wenn du aufeinanderfolgende Angebote hast oder Leads qualifizieren willst, gibt dir eine Landingpage Flexibilität (du kannst Checkboxen, zusätzliche Infofelder und so weiter einbauen, um Leads zu segmentieren).
Content-Marketing & SEO: Wenn du eine Ressource erstellst, die organischen Traffic anziehen soll (z. B. einen langen Guide oder eine Pillar-Page mit einem Conversion-Element), ist das im Grunde ebenfalls eine Landingpage. Sie informiert und konvertiert zugleich. Eine Squeeze-Page würde weder ranken noch in gleicher Weise als Content-Stück funktionieren. Für SEO-orientierte Kampagnen oder Downloads von Bildungsinhalten ist eine Landingpage also die richtige Wahl, du kannst zum Beispiel eine Landingpage im Blogpost-Stil schreiben, die mit einem Lead-Formular endet.
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Wann Du Eine Squeeze-Page Nutzt
Nutze eine Squeeze-Page, wenn dein Hauptziel darin besteht, deine E-Mail-Liste oder erste Leads aufzubauen, und du möglichst viele Anmeldungen mit möglichst wenigen Hürden erreichen willst. Ideale Szenarien für eine Squeeze-Page sind:
Einen Lead-Magneten anbieten: Wenn du einen wertvollen Inhalt oder Vorteil verschenken kannst und dein Ziel ist, dass sich so viele Leute wie möglich dafür eintragen, ist eine Squeeze-Page perfekt. Zum Beispiel: „Kostenlose SEO-Checkliste als PDF“: Die Squeeze-Page wäre sehr direkt: „Hol dir unsere SEO-Checkliste mit 10 Schritten (PDF), indem du deine E-Mail einträgst.“ Da das Angebot selbsterklärend und sofort nützlich ist, braucht es keine lange Seite.
Newsletter- oder Community-Anmeldungen: Wenn du in erster Linie Abonnenten für einen Newsletter, tägliche Tipps per E-Mail oder eine Online-Community gewinnen willst, erfüllt eine Squeeze-Page ihren Zweck. Newsletter nutzen oft Squeeze-Pages, die ein paar Vorteile in Stichpunkten hervorheben („Erhalte wöchentliche Insights, erfahre Neuigkeiten als Erstes und so weiter“) und ein einfaches E-Mail-Feld bieten. Da das „Produkt“ der Newsletter selbst ist (der nicht viel Erklärung braucht, vor allem wenn er an eine bekannte Marke oder Person gekoppelt ist), konvertiert eine kurze Squeeze-Page am besten. Viele Personenmarken oder Blogger nutzen Homepage-Takeover, die als Squeeze-Page für ihren Newsletter dienen.
Wartelisten vor dem Launch: Wenn du etwas Neues launchst (App, Kurs, Produkt) und einfach nur die E-Mail-Adressen interessierter Nutzer sammeln willst, um sie zu benachrichtigen, ist eine Squeeze-Page ideal. Du kannst das kommende Produkt antizipieren lassen und ein E-Mail-Formular mit „Auf die Warteliste“ einbauen. Alle Details können später per E-Mail oder auf einer Landingpage folgen, sobald das Produkt fertig ist – aber um diese frühe Liste schnell aufzubauen, halte die Seite extrem knapp.
Bezahlter Anzeigen-Traffic für die Lead-Generierung: Als Strategie leiten Marketer kalten Paid Traffic (aus Facebook Ads, Google Ads und so weiter) manchmal nicht auf eine Verkaufsseite, sondern auf eine Squeeze-Page mit einem Gratis-Angebot. Der Gedanke dahinter: Bei kaltem Traffic ist eine E-Mail-Adresse leichter zu bekommen als ein Kauf. Sobald Nutzer auf deiner Liste stehen, kannst du sie per E-Mail weiterentwickeln oder auf eine ausführlichere Landingpage schicken.
Traffic von Mobilgeräten erfassen: Gerade auf dem Smartphone können lange Seiten Nutzer abschrecken. Die Schlichtheit einer Squeeze-Page funktioniert für mobile Besucher, die zum Beispiel aus Social Media kommen, oft sehr gut. Wenn ein großer Teil deiner Zielgruppe mobil unterwegs ist und du diese Leute früh erfassen willst, kann eine Squeeze-Page mit schnellem Absenden per Fingertipp (eventuell mit Anbindung an E-Mail-Apps) sehr wirkungsvoll sein.
Fazit
Landingpages und Squeeze-Pages treiben beide Conversions an, dienen aber unterschiedlichen Zielen.
Die besten Marketing-Funnel nutzen beides: Starte mit einer Squeeze-Page, um Leads zu sammeln, und führe sie dann für den nächsten Schritt auf eine ausführliche Landingpage oder in eine Follow-up-E-Mail.
Deine Wahl hängt von der Absicht ab: Nutze eine Squeeze-Page für den schnellen Listenaufbau und eine Landingpage für tiefere Interaktion oder Verkäufe.
Für die einfachere Umsetzung sorgen Landingpage-Builder wie involve.me, der KI-Quiz-Funnel-Builder mit integrierter E-Mail-Automatisierung: Damit erstellst und personalisierst du Landingpages mit dem KI-Agenten, Drag-and-Drop-Vorlagen, Quizzes, Rechnern und Formularen. So startest du optimierte, mobilfreundliche Seiten und folgst automatisch nach.
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